Pavel Gililov (Dezember 2020):

„Viktoria Hirschhuber ist eine außerordentlich begabte Pianistin. Im Vergleich zu ihren gleichaltrigen Kollegen zeigt sie eine ungewöhnliche Reife in ihrem Spiel. Sie versteht stilistische Unterschiede, kann kreativ Notentext lesen, phrasiert sehr natürlich, hat Formgefühl und versteht die Dramaturgie von Werken. Ihre Interpretation ist ausdrucksvoll und ist stets im Dienst des Komponisten. Bei kontinuierlicher und zielstrebiger Arbeit kann man ihr eine erfolgreiche musikalische Zukunft voraussagen."

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Pressestimmen



,,Gefühl und Verstand in Idealbalance" - Schwabacher Tagblatt vom 12. Oktober 2020:

,,EINE JUNGE TASTENLÖWIN MIT FINGERSPITZENGEFÜHL
Die Tiroler Pianistin Viktoria Hirschhuber zelebrierte in der OBERFICHTENMÜHLE ein Recital zum Beethovenjahr 2020.

VON HANS VON DRAMINSKI
REDNITZHEMBACH – 30 Gäste. Mehr dürfen in den Konzertsaal der Oberfichtenmühle derzeit nicht hinein. Wenn sich dann ein aufstrebendes Klavier-Talent wie Viktoria Hirschhuber ankündigt, ist ein solches Konzert in Windeseile ausverkauft. Wer nicht da war, hat etwas verpasst. Denn die 24-Jährige, die mit ihrer Familie in der Nähe von Innsbruck lebt, dürfte schon in wenigen Jahren zu den gefragten Stars der Klassik-Szene zählen – die Voraussetzungen sind da: Gefühl und Verstand in Idealbalance. Über die Akustik des Konzertsaals in der Oberfichtenmühle wurde in den letzten Jahren immer mal wieder diskutiert. Die ehemalige Maschinenhalle ist per se problematisch, weil sie schallharte Wände und eine vergleichsweise große Glasfront hat. Deshalb sind gerade Pianisten an dem mächtigen Bösendorfer-Flügel der Oberfichtenmühle stets gefährdet, im eigenen Nachhall zu „ertrinken“.

Differenziert und subtil
Viktoria Hirschhuber, die nach eigenem Bekunden vom Klang der Bruckner-Orgel in ihrer österreichischen Heimat zur E-Musik gebracht wurde, bekommt die Tücken des Saals dagegen ganz schnell in den Griff. Dass die wenigen Konzertgäste Corona-bedingt auf Abstand gesetzt werden, tut ein Übriges: So differenziert und subtil hat es an diesem besonderen Konzertort lange nicht geklungen. Zumal Viktoria, die unter anderem von Paul Badura-Skoda und Elisabeth Leonskaja unterrichtet wurde, der Versuchung widersteht, mit dem Bösendorfer ein monochromes Tastengewitter zu inszenieren: Diese junge Tastenlöwin weiß ganz genau, wie man Akzente setzt, sinnvolle Spannungsbögen aufbaut und dabei die Wahrheiten zwischen den Notenzeilen nicht vergisst. Zum „Warmspielen“ gibt es die 24 Préludes Opus 28 von Frédéric Chopin. Ein komplexer Zyklus, den der Komponist nicht zuletzt als Hommage an Johann Sebastian Bach verstanden wissen wollte. 24 prägnante Miniaturen zwischen schlaglichtartiger Kürze und elaborierter Epik, die oft in eine Vielzahl von Einzelstücken auseinander fallen – aber nicht bei Viktoria Hirschhuber, die den großen Bogen stets im Blick behält. Und die das Heterogene, Vielgestaltige, zwischen simplifizierter Meditation und virtuosem Muskelspiel Pendelnde in eine packende Großform zwingt. Diese Frau hat einen Plan, den sie konzise umsetzt.

Altersweises Spätwerk
Kein schlechter Ansatz, um sich Ludwig van Beethovens drittletzter Klaviersonate Nr. 30 (Opus 109) in E Dur aus dem Jahr 1820 zu nähern. An sich ein altersweises Spätwerk, das seine Spannung aus hauchfeinen Binnenvorgängen ebenso bezieht wie aus den hinterfragten Variationen, die der längst taube Tonsetzer in den Mittelpunkt des Finalsatzes stellte. Keine Musik der spektakulären Akzente, keine Knalleffekte, stattdes- sen eine Sammlung kleiner Geschichten ohne Worte, die zusammengenommen ein plastisches Seelenpanorama ergeben. Viktoria Hirschhuber zeigt hier ihre Fähigkeit zu sehr subtiler Phrasierung, die mit überaus deut- licher Artikulation einhergeht. Rechte und linke Hand bleiben stets wohl balanciert, Ostinati bringt die Künstlerin sicher und entschieden in Form und gefällt dabei mit kantabler, leuchtstarker Tongebung und struktureller Klarheit. Das rauschende Klavierfest, es muss bis zur „Rigoletto“-Konzertparaphrase von Franz Liszt warten. Sichtlich unangestrengt zelebriert Viktoria Hirschhuber das zur Virtuosen- Trouvaille verdichtete Quartett „Bella figlia dell’amore“ aus dem dritten Akt von Giuseppe Verdis Oper um den tragischen Hofnarren Rigoletto. Funkelnde Glissandi, machtvolle Aufschwünge und melodieselige Kantilenen werden zu einem großformatigen Emotions-Gemälde, das niemanden unberührt lässt. Am Ende steht tosender Applaus, mit der Schumann-„Widmung“ eine leise Zugabe – und die Erkenntnis, dass auch die grimmige Pandemie es nicht geschafft hat, dem kulturellen Leben den Garaus zu machen."

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Paul Badura-Skoda (Dezember 2018):

„Bei einem meiner letzten Meisterkurse lernte ich die junge hochbegabte Pianistin Viktoria Hirschhuber kennen. Selten bin ich einer Künstlerin begegnet, die so wie sie Musik mit ganzem Herzen liebt und die Fähigkeit besitzt, ihre Liebe in Töne umzusetzen. Die Welt braucht solche Menschen! Ich wünsche Viktoria viel Erfolg auf ihrem Lebenswege."

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Herbstliche Musiktage Bad Urach 2018

Viktoria war kürzlich zu Gast bei den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach, die 1981 von Kammersänger Hermann Prey ins Leben gerufen wurden. Sein Sohn Florian Prey, seines Zeichens selbst Sänger und Festivalleiter, schreibt über Viktorias Klavierspiel: „ ... wenn die junge Pianistin Viktoria Hirschhuber die Bühne betritt, geht ein berührender Zauber von ihr aus. Schon nach einigen Takten hatte ich das Gefühl, die Zeit wendet sich, bleibt stehen, bleibt aus. Ein nobles, schönes, klares Spiel, dabei so anmutig! Mozart hätte gewiss seine Freude daran gehabt, seine Variationen in so einer ungekünstelten, natürlichen und schlichten Art zu hören. Ich habe ihn „Bravo, Viktoria, Bravo!“ rufen gehört."

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Festkonzert für die Klavierpaten im Anifer Haus der Kultur am 10. Dezember 2017

„Die junge Viktoria Hirschhuber hat mit ihrer berührenden und expressiven Interpretation unsere Sponsoren begeistert und restlos davon überzeugt, dass jeder gespendete Euro für den „Bösendorfer“ eine lohnende Investition ist. Sie spielte die Französische Suite G-Dur von J. S. Bach so wunderbar phrasiert und mit subtilen Verzierungen und immer mit vitalem Rhythmus. Selten hört man Bachs Musik so fesselnd auf dem modernen Flügel. Nach Mozarts d-moll Fantasie führte sie mit perlender Leichtigkeit durch seine Duport Variationen. Nach der Pause überraschte die junge Pianistin mit ihrer überzeugenden Interpretation der g-moll Ballade von Chopin; mit viel Emotion entwickelte sie die melancholische Poesie des Stückes und steigerte das Werk in der Stretta mit atemberaubender Virtuosität. Wer nun glaubte, dass eine so zierliche junge Pianistin dem monumentalen Tongemälde von Franz Liszt „Venezia e Napoli“ nicht gewachsen sei, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit unvergleichlicher Ausdruckstiefe und packender Virtuosität bot Viktoria das Tondrama dem Publikum dar, das die Künstlerin mit Ovationen feierte und mit dem Liebestraum von F. Liszt als Zugabe belohnt wurde."
Hans-Josef Knaust von Anif.Kultur

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Matinée beim Kleinen Sommerfestival Gauting in der Remise von Schloss Fußberg am 28. Mai 2017

„Was für ein Vormittag! Das Münchner Bläserquintett, treibendes Mitglied der großartige Fagottist Till Heine zusammen mit seinen herausragenden Kollegen, Alexandra Muhr, Florian Adam, Stefan Schneider und Marc Ostertag, verwandelten die Remise in eine Festhalle für außergewöhnliche Musik. Selbst ein bekannter wie Beethoven wurde präsentiert von einem seiner eher unbekannten Stücke, einer verwobenen, trotzigen und waldoffenen Horn-Sonate, meisterhaft gespielt von dem jungen Solisten. Die junge Pianistin, Viktoria Hirschhuber begleitete am Flügel erfrischend und perfekt. Eine phantastische Pianistin, die mit ihrem Zauber das Publikum beglückte und von der noch viel zu hören sein wird! Alexandra Muhr und Till Heine musizierten mit größter Freude, höchster Rafinesse und bestem Spaß ein Bravourstück von Jean Francaix, mühelos und mit höchster Virtuosität. Zuletzt erklang das Quintett für Klavier und Bläser vom Meister Beethoven. Große Freude unter dem schönen Dach der Remise, die an diesem herrlichen Sonntag Morgen wieder ein glänzender, starker Magnet war und fabelhafte Musiker unter ihrem Dach beherbergte."
Florian Prey, Künstlerischer Leiter des Kleinen Sommerfestivals Gauting

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